Das Prins Boudewijn Hotel in der Lippenslaan hebt sich schon allein durch seine Fassadenfarben in Schattierungen zwischen Burgunderrot und Violett deutlich von der Umgebung ab. Das Haus ist kaum zu übersehen, wenn man nach Knokke hineinfährt. Doch nicht nur durch seine Optik, auch durch seinen Namen – dem eines belgischen Prinzen, eines Neffen von König Leopold II. – weckt das Hotel Interesse. Es ist das einzige Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, das schon in den Frühzeiten des Tourismus in Knokke die Blicke anzog. Von Anfang an verbrachten hier zahlreiche Maler ihren Urlaub an der See – noch heute erinnert eine große Auswahl an Gemälden mit Darstellungen der Küstenlandschaft an diesen Teil der Hotelgeschichte. Vor allem in der Eingangshalle wird der historische Charakter des Hauses deutlich: Sie liegt gegenüber der Rezeption, die sich in einem separaten Raum befindet und durch ein großes Fenster, das an einen Bankschalter vergangener Zeiten erinnert, von der Halle getrennt ist. Das familiengeführte Hotel strahlt eine angenehm nostalgische Atmosphäre aus, die schon direkt bei der Ankunft zu spüren ist.